Dörrobstmotte


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Die Dörrobstmotte ist etwas kleiner als ihre nahe Verwandte, die Mehlmotte. Sie erreicht eine Größe von maximal zwölf Millimetern und eine Flügelspannweite von 13 bis 20 Millimetern. Sie erkennen die Motte an folgenden optischen Merkmalen:

Die Larven der Lebensmittelmotte sind 1,5 bis 15 Millimeter lange, gelbweiße Raupen , deren Kopf dunkelbraun abgesetzt ist. Werden Lebensmittelvorräte, in denen sich Eier der Dörrobstmotte befinden, zu warm gelagert, entwickeln sich daraus die Larven. Diese ernähren sich so lange von den Nahrungsmitteln, bis sie sich – oft weit entfernt vom Nahrungssubstrat – verpuppen. Zurück bleibt ein zähes Gespinst.

Besonders gefährdet im Haushalt sind Getreideprodukte wie Teigwaren und Flocken, Reis, Maisgrieß, Nüsse, Mandeln, Biskuits, Schokolade und das namensgebende Dörrobst. Manchmal befällt die Dörrobstmotte auch Gewürze und Früchtetees.

Dörrobstmotte - Wikiwand

Die Dörrobstmotte, auch als "Kupferrote Dörrobstmotte", "Kakaomotte" oder "Hausmotte" bezeichnet, gehört in der Unterordnung Microlepidoptera (Kleinschmetterlinge) zu der Familie der Zünsler (Pyralidae) und hier zu den Fruchtzünslern, Phycitinae. Charakteristisch für die Fruchtzünsler sind die relativ schmalen Flügel, welche in Ruhehaltung abwärts geneigt um den Falterkörper geschlagen werden. Die Dörrobstmotte ist in den warm-gemäßigten und subtropischen Klimagebieten Vorderasiens und den Mittelmeerländern beheimatet, wo sie sich an vertrockneten Baumfrüchten wie Datteln, Feigen und Aprikosen entwickelt. Inzwischen ist sie kosmopolitisch weltweit verbreitet und bedingt durch ihre hohe Anpassungsfähigkeit und Nahrungstoleranz die häufigste in Privathaushalten vorkommende Lebensmittelmotte.

Die Falter der Dörrobstmotte haben eine Flügelspannweite von 13 bis 20 mm und sind selbst von Laien durch ihre auffällige Flügeldeckenfärbung (Vorderflügel) leicht zu erkennen. Das basale Drittel der Vorderflügel ist hellgrau bis ockergelb gefärbt, während der übrige Flügelteil kupferfarben rotbraun gefärbt ist. Die Raupen variieren in der Färbung stark. Abhängig von der Nahrung sind von reinweiß über grau, gelblich, grünlich bis hin zu rosafarben alle Farbschattierungen vertreten. Die ausgewachsen bis zu 17 mm großen Raupen besitzen eine Rotbraune Kopfkapsel mit je 5 (mitunter auch 6!) Punktaugen auf jeder Seite und ein gelbbraunes geteiltes Nackenschild.

Die weiblichen Falter legen ihre Eier einzeln oder in Haufen auf geeignetes Nahrungssubstrat oder auf die Außenseite verpackter Lebensmittel ab. Schlupf der Raupen bei 26°C–30°C und 57–91 % r.LF. in 2½ bis 1½ Tagen bei 23°C und 20%-0% r.LF. in 5-5½ bzw. in 5½-6 Tagen. Die Dauer der Embryonal- und Raupenentwicklung ist außer von Temperatur und Feuchtigkeit auch von der Länge der täglichen Lichtphasen und ihrer Nahrung abhängig. Ausgewachsene Raupen können bei sinkender Temperatur und Helligkeitsperiode oder hoher Populationsdichte in eine Entwicklungspause ohne Nahrungsaufnahme (Diapause) treten.

Dörrobstmotte – Wikipedia

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Die Dörrobstmotte  Plodia interpunctella ist weltweit der häufigste und wichtigste Vorratsschädling unter den Kleinschmetterlingen. Sie ist weltweit verbreitet. Ihre ursprüngliche Heimat liegt im mediterranen Bereich Europas bis zum subtropischen Afrika. Die Falter haben eine Flügelspannweite von 15 bis 20 mm. Die Vorderflügel sind innen silbergrau, außen rötlich bis bronzefarben gefärbt. Die unterschiedlich gefärbten Bereiche sind durch ein schwarzes Band getrennt. Die Hinterflügel sind grau.

Die Dörrobstmotte lebt bevorzugt in Trockenobst, Nüssen, Müslimischungen, Schokolade, Getreide sowie Getreideprodukten und wird in Getreidespeichern, Lagerhäusern, Mühlen, Lebensmittelläden, Zoohandlungen und Wohnungen schädlich. Schäden werden von den Larven vor allem durch Fraß und die Verunreinigung der Nahrungsmittel durch die Spinntätigkeit und Kot verursacht, so dass die befallenen Lebensmittel nicht mehr für den menschlichen Genuss geeignet sind. Rohprodukte lassen sich aufgrund der Gespinste nicht weiterverarbeiten.

Die Eier werden an das Nahrungssubstrat oder an Verpackungen angeheftet. Das 1. Larvenstadium ist 1,5 mm lang und kann durch kleinste Risse (z.B. an Nahtstellen von Verpackungen) in Lebensmittel gelangen und sich dort unbemerkt entwickeln. Die Larven fressen unter fortwährendem Spinnen von Fäden vor allem in den Außenschichten der Nahrung. Nach Beendigung der Nahrungsaufnahme schließt sich eine Wanderphase der erwachsenen Larven an, die je nach Temperatur 3 bis 10 Tage dauert und zum Aufsuchen der Verpuppungsorte führt. Diese sind Spalten und andere geschützte Stellen. In Küchenschränken werden z.B. gern leere Bohrlöcher für die Einlegeböden von den Larven angenommen. Im Puppenkokon können die Larven in eine Diapause eintreten, die sich über mehrere Monate erstrecken kann. Die Lebensdauer der Falter beträgt bei Raumtemperatur 2 bis 3 Wochen.

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